Aktuelles

AMP Overview: OHCHR report on human rights situation in the Philippines

July 1, 2020
 
The UN report on the human rights situation in the Philippines was discussed on June 30, 2020 in Geneva, and has already been published on June 4, 2020. We give you an overview over the current debate, stakeholders and their statements.
 

Read Full Overview PDF here (ENGLISH)

 

________________________________________________________________________________________

Politisches Fachgespräch der Internationalen Advocacy Netzwerke (IAN): Während der Coronakrise sind Menschenrechte in Afrika, Asien und Lateinamerika besonders gefährdet

Berlin, 23. Juni 2020

Verhaftungen von regierungskritischen Journalist*innen und Aktivist*innen mehren sich. Frauen sind in vielen Ländern einem deutlich höheren Risiko gewalttätiger Übergriffe ausgesetzt. Migrant*innen sitzen an den Grenzen fest. Diese Beispiele zeigen: Die Coronakrise führt weltweit zu einer Verschlechterung der Menschenrechtslage. Viele Regierungen verfestigen unter Ausnahmezustand und Lockdown autoritäre Strukturen. Nicht selten werden sie dabei durch das Militär unterstützt.

Wie weit diese Bedrohungen gehen, zeigten die 17 Ländernetzwerke und -organisationen der IAN (Internationalen Advocacy Netzwerke) bei dem Fachgespräch „Schutz der Menschenrechte in der Coronakrise – Länderbeispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika” am 22. Juni eindrücklich mit Stimmen aus den betroffenen Ländern auf.

„Das Fachgespräch hat verdeutlicht, dass marginalisierte Gruppen in vielen Ländern besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, erklärt Dr. Carola Hausotter von der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko im Namen aller IAN-Mitglieder. „Sie leiden unter der Verletzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Ihre ohnehin schwierige Lage verschlechtert sich zunehmend.“

Der SPD-Politiker Sascha Raabe, der die Schirmherrschaft des Fachgesprächs übernommen hatte, versprach, den Dialog zu den Regierungen weiterhin zu suchen und sie auf die Gefährdung der Menschenrechte anzusprechen.

Vollständige Pressemitteilung als PDF

 

_____________________________________________________________________________

Statement on the severe restrictions of human rights during the corona-crisis in the Philippines

04.06.2020

The Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) expresses its deep concerns about severe restrictions of human rights in the Philippines, imposed in the context of the coronavirus pandemic and calls on the Philippine government and the European Union to take action and protect human rights.

PDF Statement

 

 

_____________________________________________________________________________

Cocoy Tulawie freigesprochen

Cocoy TulawieNach über 3 Jahren in Haft ist der Menschenrechtsverteidiger Temogen "Cocoy" Tulawie heute freigesprochen worden. Er war angeklagt, im Jahr 2009 einen Bombenanschlag auf den damaligen Gouverneur der Provinz Sulu, Abdulsakar Tan, verübt zu haben. Tulawie bestritt diese Anschuldigungen gegen ihn von Anfang an. Als Menschenrechtsaktivist hatte er etliche Menschenrechtsverletzungen der Lokalregierung unter Tan aufgedeckt, darunter die Massenvergewaltigung von Frauen und Mädchen, begangen von Söhnen prominenter Politiker und ihrer paramilitärischen Schutztruppen. Die Vermutung liegt also nahe, dass Tan Tulawie mit einer konstruierten Anklage aus dem Weg schaffen wollte.

Weiterlesen …

Aktionsbündnis fordert philippinische Politiker auf, das Bangsamoro Basic Law zu unterstützen

Das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen forderte in einem Brief philippinische Senatoren und Abgeordnete auf,  einer Version des Bangsamoro Basic Law zuzustimmen, die eine Grundlage für einen nachhaltigen Frieden in Mindanao darstellen kann.

Das Bangsamoro Basic Law (BBL) liegt derzeit den beiden Kammern des philippinischen Kongresses, dem Senat und dem Abgeordnetenhaus, zur Beratung vor. Der Entwurf ist das Ergebnis mehrjähriger Friedensverhandlungen zwischen philippinischer Regierung und der muslimischen Unabhängigkeitsbewegung der MILF. Das BBL soll als Grundgesetz der neu zu schaffenen Region Bangsamoro dienen und dieser Teilautonomie verleihen.   

Ob und in welcher Form der Kongress das Gesetz verabschieden wird ist im Moment aber unklar. Seine Gegner, allen voran Senator „Bongbong“ Marcos, argumentieren, dass die Gewährung einer umfassenden Autonomie gegen die philippinische Verfassung verstoßen würde. Gleichzeitig wäre der brüchige Frieden in Mindanao in Gefahr, sollte die Verabschiedung scheitern.

Der Konflikt im muslimisch-geprägten Mindanao ist einer der ältesten bewaffneten Unabhängigkeitskämpfe der Welt. Seit dem Beginn des Aufstands Ende der 1960er Jahre sind schätzungsweise mehrere Zehntausend Menschen zu Tode gekommen.

Brief im Orginal

Weiterlesen …

AMP auf dem Evangelischen Kirchentag 2015

Bischof Ephraim Fajutagana auf dem DEKT15Unter Beteiligung des AMP wurde auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2015 über Menschenrechtsverletzungen in den Philippinen diskutiert. Als Gast war Erzbischof Ephraim Fajutagana der Philippinischen Unabhängigen Kirche (IFI) geladen, der von Morden an Mitgliedern seiner Kirche berichtete. AMP-Koordinator Johannes Icking erläuterte wie politische Aktivisten und engagierte Kirchenleute zum Ziel der Aufstandsbekämpfung der philippinischen Armee werden.

Lest den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung auf der Seite von Brot für die Welt:

Philippinischer Erzbischof: Straffreiheit bleibt ein Skandal

 

Weiterlesen …

Freihandel als Chance für die Menschenrechte in den Philippinen?

Ende Dezember 2014 wurden die Philippinen in das Handelspräferenzprogramm der EU GSP+ (General Preferencial Scheme) aufgenommen. Gleichzeitig laufen erste Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen, die dieses Jahr voran getrieben werden sollen. Kann durch die Handelsabkommen die Menschenrechtssituation im Land verbessert werden?

Freihandel als Chance für die Menschenrechte in den Philippinen? von Johannes Icking

Weiterlesen …

Jahrestag der Ermordung Romeo Capallas

Romeo CapallaAnlässlich des Jahrestages der Ermordung Romeo Capallas hat das Aktionsbündnis Menschenrechte - Philippinen den Gouverneur Panays aufgefordert, Polizei und Staatsanwaltschaft anzuweisen endlich die Täter und Drahtzieher im Fall zu ermitteln.

Nach Angaben des Panay Fair Trade Centers, dessen Vorstandsvorsitzender Capalla zuletzt war, weigerte sich die Polizei mehrerer vielversprechender Hinweise zu folgen. Stattdessen wurde, wohl um den Anschein einer echten Ermittlung zu wahren, ein völlig Unschuldiger angeklagt, der später von einem Gericht freigesprochen wurde.

Der Brief an Gouverneur Defensor kann hier heruntergeladen werden.

Weiterlesen …

Statement on the severe restrictions of human rights during the corona-crisis in the Philippines

Cologne 03.06.2020 | AMP – Statement 

 

Statement on the severe restrictions of human rights during the corona-crisis in the Philippines

The Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) expresses its deep concerns about severe restrictions of human rights in the Philippines, imposed in the context of the coronavirus pandemic. Although the necessity to contain the spread of the Coronavirus is undisputed, the AMP is worried that the “War against Corona” mimics the Duterte administrations’ “War against Drugs” in its disregard for basic human rights. Hence, it uses disproportionate oppressive means especially against those struggling with basic needs rather than prioritizing their health and welfare. We are therefore concerned that the Philippine governments’ current approach to tackle the Corona crisis is in violation of core international human rights standards.

Due to the Enhanced Community Quarantine (ECQ)[1], declared on March 16th, people are increasingly deprived of their livelihoods, experience limited access to food and other necessities. Inadequate aid programs, unsuitable to mitigate the social-economic pressure on the population and selective in its distribution worsen the situation. The AMP worries that these restrictions affect most Filipinos drastically and drive especially the most vulnerable sectors and people deeper into hunger, poverty, and marginalization.

On March 25th, the Republic Act No. 11469Bayanihan to Heal As One Act”[2] placed the country under a state of national emergency, granting the President thereby extensive power e.g. over the public budget of the year 2020. It also criminalizes any spread of “false information” with charges up to two years of prison. The National Union of Journalists of the Philippines perceived this provision as a threat to the freedom of expression due to the missing legal definition of “false information”.[3] As a matter of fact, people who criticized the health crisis management in the Philippines on their personal social media accounts have lately been arrested and charged for violating the fake news provision of the Bayanihan Heal As One Law.

Meanwhile, tens of thousands have been at least temporarily arrested for curfew violations. There were reports of security forces confining those arrested to dog cages, among other abuses.[4] Reports shared with Human Rights Watch by child rights groups show that children are among those facing abusive treatment. As a punishment for violating the curfew, security forces have locked children inside dog cages, forcibly cut their hair or arrested their parents for letting them play outside.[5] 

Philippine prisons, the most overcrowded in the world[6], have already reported cases of COVID-19. Inmates are deprived of any possibility to maintain physical distance, basic hygiene measures or access adequate nutrition.[7] Because of the increased risk of infection under such conditions, the Supreme Court has already ordered the release of almost 10,000 prisoners. The majority of those released were persons awaiting trial in prison because they could not afford bail. Moreover, among those ordered release were high risks groups such as elderly and sick prisoners. Yet, political prisoners, who are often at specific health risks due to their age, were not released. Most of the political prisoners face charges listed as non-bailable and their cases have stalled in courts for years.[8]

The AMP expresses its deep concerns about the concentration of power and the possibility of power abuse through the emergency law and the “false information” provision. Also, the AMP condemns the violent threats against the population and the abusive treatment of those who allegedly disobey quarantine rules, especially abusive behavior of security forces against particularly vulnerable groups. The AMP worries that the arrests of supposed curfew violators contributes to the worsening of an already devastating situation in Philippine prisons.

The Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen condemns the severe restrictions of civil and social human rights. The network therefore calls upon the Philippine government to:

-          Ensure that the Covid-19 measures are strictly motivated by public health reasons and are in line with relevant human rights standards. Restrictions such as mandatory quarantine must, at a minimum, be carried out in accordance with the law, strictly necessary to achieve a legitimate objective, proportionate to achieve that objective, neither arbitrary nor discriminatory in application, of limited duration, respectful of human dignity, and subject to review,

-          Revoke Republic Act No. 11469 “Bayanihan to Heal As One Act” to avoid power concentration and abusive application,

-          Stop the arrests and abusive treatment for supposed quarantine violations. Implement clear and concrete guidelines on quarantine measures, including guidelines for the security sector and accountability for any abuse of power through a safe complaint mechanism,

-          Immediately free all political prisoners, as well as sick and elderly prisoners with non-violent charges. Guarantee the right to health and life to all prison inmates by providing adequate facilities and infrastructure. Ensure a fair and speedy trial.

We call on the European Union to:

-          Demand that in its reaction to the corona pandemic, the Philippine government abides to all relevant international human rights standards, including those guaranteeing the right to freedom of expression and prohibitions against cruel, inhumane, and degrading treatment of people in custody,

-          Consider the current developments of the human rights situation amid the corona-crisis in the Philippines and the non-compliance with core human rights conventions in the assessment of GSP+.

 

The Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP – Action Network Human Rights - Philippines) is an initiative of seven major German church-based agencies and human rights organizations to promote advocacy and information work in Germany and the EU regarding the human rights situation in the Philippines.  Member Organizations of the AMP are Amnesty International Germany, Bread for the World, International Peace Observers Network (IPON), MISEREOR, Missio Munich, philippinenbüro e.V. im Asienhaus, and the United Evangelical Mission (UEM). The main focus of the network lies on the core human rights issues of extrajudicial killings, enforced disappearances, and fabricated charges against political activists.

“Shoot them dead” – Parallels between the “War on Corona” and the “War on Drugs”

“Shoot them dead” – Parallels between the “War on Corona” and the “War on Drugs”

Like other leaders in the world, Duterte not only enforced police and military presence in the public space, but also described his government’s measures against the pandemic as warlike. The martial character of the governmental language culminated on April 1st into the public statement that violators of the Enhanced Community Quarantine (ECQ) would be shot to death by the police and the military. The extent of violence in the official language stood out above that of others so that President Duterte secured himself and his country a place in the news headlines worldwide.

Read as PDF

Weiterlesen …

Crackdown instead of Lockdown: An overview of COVID-19 restrictions in the Philippines and the struggle of vulnerable groups

Crackdown instead of Lockdown: An overview of COVID-19 restrictions in the Philippines and the struggle of vulnerable group

Enhanced community quarantine (ECQ), a measure employed by the Philippine government to prevent the spread of Covid-19 infections in the Philippines, is supposed to protect the people, to provide safety and aid for endangered groups, and to lighten the pressure on the Philippine health care system. The first entire island-region to be placed under an enhanced community quarantine (ECQ) was Luzon, including the capital Manila, on March 16. A few days later, parts of Mindanao and Visayas followed with both quarantine and curfew measures. Checkpoints in all regions were implemented, preventing citizens and NGOs from moving into different settlement areas to provide aid to family members or oversee their projects. The ECQ has been extended in almost all areas in the Philippines until Mid-May.

Read as PDF

Weiterlesen …